| Visuelles Deep-Sky-Beobachtungsprojekt |
|
Alle Sternfreunde kennen zwar den Orionnebel, viele wissen aber nicht, dass das Sternbild Orion noch einen zweiten Gasnebel ähnlicher Größe bereithält: NGC 2174 mit 40 mal 30 Bogenminuten im nordöstlichen Teil des Sternbilds an der Grenze zu den Zwillingen, knappe vier Grad südlich von Messier 35. Er wurde erst 1877 von Edouard Jean-Marie Stephan entdeckt. Die im Vergleich zu M 42 erheblich geringere Flächenhelligkeit sollte kein Grund sein, die Beobachtung von NGC 2174 für uninteressant zu halten: Immerhin ist er etwa so hell wie der Rosettennebel, und das heißt: Bereits in einem Fernglas sollte er sichtbar werden. Eingebettet in den Nebel ist der lockere Offene Sternhaufen NGC 2175 mit einem 7.56 m hellen Stern im Zentrum. Da es sich um einen Emissionsnebel handelt, empfiehlt sich der Einsatz von Schmalbandfiltern. Allerdings enthält das Objekt auch einen kleineren Reflexionsnebel.
|






