Die visuelle Deep-Sky-Beobachtung findet immer mehr begeisterte Anhänger. Damit einher geht eine immer größer werdende Anzahl dafür hergestellter Teleskope und Zubehörteile, sowie etliche hervorragende Publikationen zu dieser Thematik. Durch zahlreiche Atlanten, Kataloge und Software sind die informellen Voraussetzungen somit in den letzten Jahren drastisch gestiegen. Die nun über den Beobachter hereinbrechende Datenflut lässt jedoch zwei Fragen in der Regel unbeantwortet:
Diesen Fragen möchte nun dieses Projekt etwas genauer nachgehen, denn sehr oft ist die Helligkeitsangabe zu einem Objekt nicht ausreichend, Auskunft zu geben, ob und wie es sichtbar ist. Ein wesentlicher Gedanke der Deep-Sky-Liste ist es somit, Informationen über das „visuelle Erlebnis” eines Objektes zu sammeln. Mit der hier verwendeten Skalierung wurde der Versuch unternommen den Begriff etwas zu objektivieren. Um die Bedingungen bei einer Beobachtung nachvollziehbar zu machen, werden neben dem verwendeten Fernrohr, die Vergrößerung, Filter und Grenzgröße angegeben.
In die Liste aufgenommen werden Sichtbarkeiten aller Deep-Sky-Objekte (einschl. der Doppelsterne) aus allen Katalogen. Die Scheu vor Objekten unbekannterer Kataloge ist oftmals unbegründet: Nicht selten sind darin interessante, auch mit kleinen Geräten sichtbare Objekte verborgen.
Hierbei wird ein weiterer wichtiger Gedanke dieser Liste deutlich: Die darin enthaltenen Beobachtungsvorschläge und Sichtbarkeiten mögen Anreiz sein; Anreiz, zum Beobachten, zum Überprüfen, zum Widerlegen…
Es soll somit auch ein kleiner Schritt zur Verbesserung der Kommunikation der Beobachter untereinander gemacht werden.