Einführung in die visuelle Deep-Sky-Beobachtungen PDF  | Drucken |  E-Mail

Als Deep-Sky-Objekt werden im allgemeinen Objekte bezeichnet, die sich außerhalb des Sonnensystems befinden. Dazu gehören zum Beispiel Sternhaufen, Gasnebel, Doppelsterne oder Galaxien. Man unterscheidet genauer zwischen:

galaktischer Deep-Sky: Objekte in unserer Milchstraße

  • Sterne (ohne Veränderliche)
  • Doppel- und Mehrfachsterne
  • Galaktische Nebel
    (Emissions-, Reflexions- und Dunkelnebel
  • Planetarische Nebel
  • Offene Sternhaufen
  • Kugelsternhaufen

extragalaktischer Deep-Sky: Objekte außerhalb unserer Milchstraße

  • Galaxien
  • Objekte in Galaxien
    (Sterne, Nebel und Haufen)
  • Galaxiengruppen- und haufen
  • Quasare

Das Ziel der Deep-Sky-Beobachter ist es nun, diese genannten Objekte visuell zu beobachten. Hunderte davon sind bereits mit kleinen Teleskopen sichtbar. Im Vordergrund stehen für die Beobachter dabei nicht wissenschaftliche Untersuchungen, sondern die pure Freude am Auffinden und Beobachten dieser himmlischen Sehenswürdigkeiten. Egal, ob mit großen oder kleinen Fernrohren, mit einem Fernglas oder mit einem Feldstecher, oder sogar mit dem bloßen Auge: Jeder kann den Deep-Sky beobachten.

Arbeitsgebiete

Viele visuelle Deep-Sky-Beobachter haben eigentlich gar kein spezielles Arbeitsgebiet. Allein die Freude am Beobachten ist Motivation genug, immer wieder neue Objekte aufzusuchen und zu beobachten. Um unter noch besseren Bedingungen arbeiten zu können, scheuen viele Beobachter keine Mühe und entfliehen bei Astro-Exkursionen, z.B. in den Alpenraum, der wachsenden Lichterflut der Ballungsräume. Als Möglichkeiten zur Aufzeichnung des Gesehenen bietet sich zum einen die traditionelle Methode der Beobachter des 19. Jahrhunderts, das Zeichnen am Fernrohr, an. Der visuelle Eindruck wird so naturgetreu wie möglich festgehalten. Zum anderen setzen sich immer mehr kleine Tonbandgeräte durch, mit denen die Beschreibungen der Objekte aufgezeichnet und danach z.B. in ein Beobachtungsbuch übertragen werden. Diesem zentralen Teil in der Deep-Sky-Beobachtung, dem Aufsuchen mit dem Fernrohr, geht zumeist eine Vorbereitung des Beobachtungsprogramms voraus. Fotos und Literatur, sowie Software werden zu Rate gezogen, um möglichst alle verfügbaren Informationen über das angestrebte Beobachtungsobjekt zu erhalten. Nach einer mehr oder weniger erfolgreichen Sichtung des Objekts kann dann das Gesehene noch einmal in Ruhe mit dem Eindruck anderer Beobachter oder Literaturquellen verglichen werden. Zugegeben: Einige Beobachter haben sich fast ganz auf eine bestimmte Klasse der eingangs angesprochenen Objekte beschränkt. Doch die Mehrzahl genießt einfach nur das Erlebnis Beobachten.

Hilfsmittel

Deep-Sky beginnt mit dem bloßen Auge. Das sollte allen klar sein, die meinen, Deep-Sky-Beobachtung sei nur mit Öffnungen ab 8 Zoll möglich. Jedes auch noch so kleine Fernrohr hat seinen Himmel. Die Fachgruppe Deep-Sky möchte hiermit jeden aufrufen, sich an unseren Beobachtungsprojekten zu beteiligen. Es ist immer wieder erstaunlich, was auch mit kleinen Öffnungen möglich ist. Lassen Sie sich die Freude am Beobachten nicht durch den Glauben nehmen, dass Deep-Sky-Beobachtung nur jenseits einer bestimmten Fernrohrgröße möglich ist.

Infoblatt


InfoblattDas Infoblatt für Einsteiger bietet in kompakter Weise alle Informationen, die Sie für erste Schritte in der visuellen Deep-Sky-Beobachtung benötigen. Thomas Jäger, Hans-Jürgen Wulfrath und Wolfgang Steinicke geben Hinweise zur Anschaffung von Geräten für die visuelle Beobachtung, helfen bei der Vorbereitung der Beobachtung, reichen Tips beim Aufsuchen schwacher Objekte weiter und zeigen, welche Okulare und Vergrößerungen nützlich sind und wo Nebelfilter helfen können. Ideal für Anfänger ist das Merkblatt mit Schlüsselfragen zu jeder Objektklasse, deren Beantwortung eine ausführliche visuelle Beschreibung leicht macht. Ebenso enthalten ist eine grundlegende Hilfe zum Zeichnen von Deep-Sky-Objekten am Fernrohr sowie eine Vorlage des Beobachtungsblattes der Fachgruppe, in das visuelle Beobachtungen einfach eingetragen und eingezeichnet werden können. Ein kommentiertes Literaturverzeichnis rundet das Infoblatt sinnvoll ab. Wenn Sie das Bild anklicken, dann können Sie das Infoblatt herunterladen. PDF-Dateien können Sie mit dem kostenlosen und für fast jedes Betriebssystem erhältlichen Adobe Acrobat Reader betrachten.

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